Freitag, 27. Januar 2017

Für eine Nacht..



Weil Leben schön ist. Ganz egal was sich manchmal für ein Blödsinn zwischen die 'bittegehtnichtvorbeiMomente' mogelt.
Das sage ich jetzt wo ich versuche meine gratis Nacht mit Wlan im Krankenhaus möglichst schmerzfrei zu überstehen. Man kennt das ja, irgendwas ist immer.
Ich zähle gerne meine Wahnsinns Momente im Leben durch, schreibe sie auf, um sie immer und immer wieder durchzulesen und durchzugehen. Schaue mir meine Wand mit den Fotos an, weil es mir immer wieder zeigt wofür es sich lohnt.


Irgendwie versuche ich meist sowieso aus den tiefsten Tiefen des Universums, aus dem größtem Mist am Ende irgendwas Gutes aus der Sache zu ziehen. Doch heil ist diese Welt und ganz sicher unser Leben ganz und gar nicht. Die Meisten unter uns finden doch immer irgendwie irgendwo irgendetwas was nicht passt, sind viel zu viel damit beschäftigt damit sich einzubilden, dass wir das wollen was wir nicht haben können und wenn wir es haben uns zum Abschluss einzureden es gar nicht mehr zu wollen. Sowieso, sind wir ja immer viel lieber da wo wir gerade nicht sind und alles muss erst vorbei sein bis wir merken wie gut es uns eigentlich gefallen hat. Ja, ich wünsche mir ziemlich oft einfach zuhause sein zu können, ich liebe mein zuhause, aber weiß ich wenn ich zuhause bin, dass ich auch wieder sofort los will. Leben ist definitiv keine Glanzkugel, doch manchmal schon ziemlich nah dran. Man muss sich jedoch auch immer größte Mühe geben es zu einer zu machen und zu schätzen was vor den Augen eigentlich für bezaubernde Dinge abgehen. Und der Rest der geht so mit dem flow, einfach mit dem Leben. Der Zeit.


Leben ist manchmal doof, aber es einfach nur doof zu finden macht es auch nicht besser. Warum hassen wenn man lieben kann?
Halt dich am Leben, weil eben immer bessere Momente kommen. Halt dich am Leben für lange Strandspaziergänge mit Gitarre und Wein, für Sternschnuppennächte im Garten oder auf der Palette im Hafen, für die Nächte wo du mitten in der Nacht mit dein Besten durch die Gassen ziehst, für Tage wo du Kirschen direkt vom Baum essen kannst, für Tänze unterm Rasenspränger, Sonnenaufgänge oder einfach ein gemeinsames Frühstück. Bleib am Leben dafür. Es wird sich lohnen.


 Du hast in der Hand was du draus machst, also mach was schönes draus.

Fav Song: It's OK - Tom Rosenthal

Samstag, 21. Januar 2017

Reisen

Fast 5 Monate sind um. Zwischen Abschied und Ankommen, dann irgendwo leben. Mit jedem Tag den wir fuhren wurde klar, dass wir genau das Richtige tun. Den überfüllten Kleiderschrank auf einen Schuhkarton aus einem Hauch von Klamotten reduzieren. Wie schön es ist, dass alles was wir brauchen in diesem Auto ist. Diese paar Quadratmeter auf den wir leben und dabei zu merken wie man mit so wenig so glücklich ist. Mir fehlen etwas die Worte, weil was für eine Zeit geht vorbei. 
Der Fluss wurde zur Dusche, fließendes Wasser zur Besonderheit, Frühstücken in der Morgensonne, nachts mit offener Tür daliegen und hoch zum Himmel schauen. War alles nicht immer einfach, aber für 3 Monate umsonst campen, bisschen die Äste von Kiwibäumen abzwicken um etwas Geld zu verdienen, Pferdeäpfel einsammeln, die "paar Mückenstiche" und mit oder ohne das bisschen Abwasch am Abend würde ich es direkt wieder machen.  


Der Gedanke Familie und Freunde sind auf der anderen Seite der Welt und nicht mehr einmal über die Straße rüber laufen entfernt oder nebenan im nächstem Dorf, wird weiterhin komisch bleiben. Aber sowieso wird Entfernung viel zu überbewertet, Zeitverschiebung ist da schon weniger ideal. Hätte selbst nicht gedacht, dass ich meine Mama morgens aus dem Bett klingel, nur damit ich ihre Stimme höre die mir Mut zuredet. Dazu ein Hoch auf die heutige Technik. 
Ich war vor dem Ganzen hier fester Überzeugung mit einer Person 5 Monate zusammenleben krieg ich nicht hin. Ich bin halt ein Mensch der brauch seine Ruhe ganz egal vor wem. Mittlerweile habe ich das Gefühl genau andersrum kann ich nicht mehr. 
Was eine Reise, weil es wirklich alle Vorstellungen übertroffen hat. All die Leute die wir kennengelernt haben, die unendlich langen Straßen, die wunderschönen einsamen Strände, dieses einfach losfahren, Wasserfälle und all die Momente die wir aus vollem Herzen gelacht haben. Das ganze Zusammenleben einfach. Gleichzeitig ist der Gedanke, bald mit meinem Rucksack allein durch die Gegend zu holpern, bei neuen Leuten zu wohnen und mich langsam aber hoffentlich sicher auf den Weg nach Australien zu machen, auch ziemlich spannend.


So und jetzt werde ich mich zurück in mein kleines zuhause begeben, denn ich wurde gerade höfflich gebittet den McDonalds allmählich zu verlassen. Ich bin wirklich kein Freund von diesem Laden, ich trinke meine unglaublich ungesunde Cola auch nur um einen warmen Abend mit Wlan zu verbringen. Aber ich will mich gar nicht beschweren, denn unter freiem Himmel zu schlafen oder mit Blick auf Berge und Meer aufzuwachen ist auch nicht so übel. Außerdem mit seiner Kindergartenfreundin durch die Gegend zu düsen, das werd ich schon bald ziemlich vermissen.